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WELTFRAUENTAG - Feiern für die Gerechtigkeit


von Redaktion Ramelow

08.03.2023

Wir sind stolz darauf Frauen zu sein!

Der Internationale Frauentag oder auch Feministischer Kampftag entstand als Initiative sozialistischer Organisationen in der Zeit vor dem 1. Weltkrieg. Er kämpft für die Gleichberechtigung von Frauen und darin inbegriffen das Wahlrecht für Frauen, sowie die Emanzipation von Arbeiterinnen. Der Frauentag hat, seit seiner Gründung 1911, schon Fortschritte erzielt. Jedoch ist die Frau auch in der heutigen Zeit nicht gleichgestellt und immer noch benachteiligt.

Geschichtlicher Hintergrund
Ursprünglich kommt die Idee des Weltfrauentags aus den USA. Frauen der Sozialistischen Partei gründeten ein Nationales Frauenkomitee, welches den Internationalen Kampftag für das Frauenstimmrecht beschloss. Der erste Frauentag am 28. Februar 1909 war ein großer Erfolg und die Idee sollte nun wiederholt werden. Überall auf der Welt starteten Frauen solche Tage mit dem Thema der Forderung nach dem freien, geheimen und gleichen Frauenwahlrecht. Der Frauentag hat es in Deutschland jedoch nicht leicht. Während des 1. Weltkrieges wurde er illegal, dann wurde er endlich weitergeführt. In 1918 kam dann endlich die Verkündung: Gleiches Wahlrecht für Frauen und Männer für 20 Jahre galt. Das vorrangige Ziel wurde erreicht, jedoch besteht der Tag weiter und Frauen fordern weiter Gleichheit in anderen Lebensbereichen. Im Nationalsozialistischen Deutschland wurde der Tag offiziell verboten. Trotzdem bestand er in kleinen Kreisen weiter und nach dem 2. Weltkrieg wurde er vor allem in der DDR immer ungezwungener und eher ein festlicher Anlass. Durch die Frauenbewegung Ende der 1960er Jahre kommt der Tag wieder mehr ins Bewusstsein der Menschen. Nach der Wiedervereinigung feiert der Tag 1994 sein Comeback und es gibt wieder vermehrt Veranstaltungen.
Heutzutage ist der Internationale Frauentag ein fester Bestandteil in Deutschland und von hoher Wichtigkeit. In zwei Bundesländern ist er als Feiertag anerkannt.

Warum ist dieser Tag so wichtig?
Täglich leisten Frauen ihren Beitrag und das in allen möglichen Bereichen, auch in Führungspositionen, Handwerksberufen oder auf dem Fußballplatz. Warum wir gerade diese drei Beispiele aufzählen? Genau hier sind veraltete Rollenbilder noch stark vorhanden. Eine Frau kann ja gar nicht beispielsweise als Maurerin oder Tischlerin arbeiten, Fußball ist ein Männersport und eine Frau als Chefin? Undenkbar. Leider sind diese Gedankenbilder und alte Rollenbilder noch aktiv und genau hier greift der Weltfrauentag, Frauen und Männer sollten gleich sein, und zwar in jeder Lebenslage. Ein weiterer großer Unterschied ist die Gender Pay Gap. Frauen bekommen für gleiche Leistungen weniger Geld als Männer - Warum? Das weiß keiner.
Zudem bekämpft der Frauentag (und die gesamte Bewegung des Feminismus) Diskriminierungen von Frauen. Diese können in Form von physischer Gewalt, Kommentare zum Aussehen oder bezüglich Geschlechterklischees, sexueller Belästigung, Vergewaltigung oder anderer körperlicher Gewalt stattfinden. Eines der größten Probleme hier: Die Täter werden kaum oder gar nicht bestraft, beispielsweise wird eine Frau vergewaltigt, aber da es für den Täter die erste Erfahrung mit Alkohol war, war er nicht zurechnungsfähig und wusste gar nicht was er macht. In diesem Fall gibt es keine Bestrafung und er kommt einfach so davon.

Es ist deutlich zu sehen, dass Frauen benachteiligt sind und es noch eine Menge Ungerechtigkeiten in unserer Welt gibt. Genau daher sind Tage, wie der Weltfrauentag so wichtig, um Aufmerksamkeit auf diese Themen zu lenken und zu versuchen der Gerechtigkeit ein Stück näher zu kommen!


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